Ein Lächeln für Afrika


Henry Schein-Servicetechniker Torsten Rauch ist seit 2000 aktiv im Einsatz für Dentists for Africa.
Soziales Engagement ist fester Bestandteil der Firmenkultur: Seit vielen Jahren unterstützt Henry Schein Dental Deutschland GmbH den Verein Dentists for Africa e.V. (DfA). Dieser setzt sich seit 1999 mit zahnmedizinischen und sozialen Projekten in Kenia ein, um

  • im Zahnarztprojekt benachteiligten Menschen vor Ort einen besseren Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen
  • mit dem Patenschaftsprojekt Waisenkinder bei Schul- und Ausbildung zu unterstützen und
  • lokale Selbsthilfegruppen wie die Witwenkooperative St. Monica Village zu stärken.

Zahnarzt und DfA-Generalsekretär Dr. Peter Dierck ist seit 2007 aktiv, Henry Schein-Servicemitarbeiter Torsten Rauch bereits Aktiver der ersten Stunde: Seit 2000 unterstützt er den Verein mit kostenlosen Reparaturen und Schulungen des Personals zu zahnmedizinischer Technik vor Ort.

Dentists for Africa e.V. feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum. Worauf sind Sie rückblickend besonders stolz?
Dr. Dierck: Ich bin stolz auf die positive Entwicklung aller drei Projekte! Für mich persönlich war das absolute Highlight, als das langjährige DfA-Patenkind Dorcas Simyiu ihren Abschluss als Zahnärztin machte. Wir hatten ihre gesamte Ausbildung und Entwicklung mitbekommen und unterstützt – heute ist sie in einer der 14 DfA-Zahnstationen als Zahnärztin tätig. Hier wird deutlich, wie die Verzahnung unserer Projektpfeiler zusammenspielt und nachhaltig wirkt. Rauch: Hinsichtlich der technischen Betreuung trägt sich das Projekt mittlerweile selbst – entsprechend dem Geiste des Vereins: Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Aus dem Pioniergeist der Anfangszeit, in der wir im Jahr 2000 die erste Ausrüstung für eine komplette Zahnarztpraxis nach Kenia gebracht haben, hat sich Routine und Professionalität entwickelt.

Welche Rolle spielen Ausbildung und Schulung in Ihrem Ansatz zur Verbesserung der Mundgesundheit in Afrika?
Dr. Dierck: Ausbildung und Schulung sind entscheidend für die Nachhaltigkeit des vermittelten Wissens: Bei zahnärztlichen Außeneinsätzen, wo oftmals mehrere hundert Patienten behandelt werden, schulen wir die Wartenden zu Prophylaxethemen. Wir gehen in Schulen und demonstrieren Zahnputztechniken, vermitteln Wissen über Prophylaxe und Ernährung.
Rauch: Viele der in unseren Zahnstationen tätigen Behandler und Techniker sind Absolventen unseres Patenschaftsprojekts. Sie werden in unseren zahnmedizinischen Seminaren regelmäßig zu aktuellen und aus ihrem Alltag kommenden Themen geschult – und zwar so, dass sie das Gelernte auch anwenden können. Schließlich müssen die technischen Geräte funktionieren: im Bereich der Instrumentenpflege, um die Werte, die wir eingebracht haben, auch zu erhalten. Vor allem aber, damit man das, was man umsetzen möchte, nämlich zahnärztliche Hilfe, auch umsetzen kann.

Welche Herausforderungen sehen Sie bei der Förderung der Mundgesundheit in Kenia und wie gehen Sie damit um?
Dr. Dierck: Gerade die ländliche Bevölkerung in Westkenia lebt oft nur von umgerechnet einem Euro pro Tag und kann sich kaum die Fahrt zur Zahnstation, geschweige denn die Behandlung leisten. Die Menschen suchen einen Zahnarzt erst auf, wenn sie wirklich extreme Zahnschmerzen haben! Zudem gibt es kaum Aufklärung oder Vorsorge und dementsprechend auch wenig Wissen über tägliche Mundhygiene oder den Zusammenhang von Ernährung und Karies. Softgetränke wie Coca Cola, Fanta und Sprite werden massiv beworben, sind günstig und gelten als Statussymbol. Wir sehen in den Außeneinsätzen nicht selten Menschen mit Gebissen, in denen 80 Prozent der Zähne zerstört sind, und die zum ersten Mal in ihrem Leben auf einen Zahnarzt treffen. Da können wir nur durch immer wiederkehrende Information Aufklärung leisten. Deswegen ist das Schulprophylaxeprojekt so wichtig: Die Schulkinder wirken als Multiplikatoren und nehmen das Gelernte mit in die Familien.

Wie finanzieren Sie Ihre Projekte und wie können Menschen oder Organisationen unterstützen?
Dr. Dierck: Dentists for Africa finanziert sich zu einem großen Teil aus Spenden – durch Privatpersonen, Zahnarztpraxen oder Dentalfirmen. Hinzu kommen Mittel von Stiftungen. Ganz wichtig sind für uns Spenden aus Edelmetallsammlungen – hier sind wir ständig auf der Suche nach Zahnarztpraxen, die uns bei der Sammlung unterstützen. Außerdem gibt es die Möglichkeit der Übernahme einer Patenschaft für ein Waisenkind. Einsätze in unseren Projekten vor Ort sind ebenfalls möglich.
Rauch: Ganz tolle Unterstützung erhalte ich auch regelmäßig von Herstellern – etwa von Sterilisatoren oder Kompressoren. Durch den persönlichen Kontakt und die regelmäßigen Einsätze vor Ort wissen sie: Die Spende kommt an und wird sinnvoll eingesetzt. Nach meinen Besuchen erhalten die Spender Fotos und Berichte. Diese Art von Vertrauensbasis und Nachhaltigkeit zieht sich durch alle unsere Projekte.

Weitere Informationen zu Dentists for Africa erhalten sie auf der Website unter www.dentists-for-africa.org.
Fotos

Dr. Peter Dierck, Generalsekretär von Dentists for AfricaDr. Peter Dierck, Generalsekretär von Dentists for Africa

Henry Schein-Servicetechniker Torsten Rauch ist seit 2000 aktiv im Einsatz für Dentists for Africa. Henry Schein-Servicetechniker Torsten Rauch ist seit 2000 aktiv im Einsatz für Dentists for Africa.
Henry Schein-Servicetechniker Torsten Rauch ist seit 2000 aktiv im Einsatz für Dentists for Africa.

Henry-Schein-Techniker Torsten Rauch unterstützt Dentists for Africa seit 2000 mit seinem Fachwissen und Einsätzen vor Ort Henry-Schein-Techniker Torsten Rauch unterstützt Dentists for Africa seit 2000 mit seinem Fachwissen und Einsätzen vor Ort.